Wer mich kennt, weiß, dass meine Beziehung zu Düsseldorf seit 2021 nicht mehr die beste ist – zumindest nicht aus meiner persönlichen Perspektive. Sportlich betrachtet war sie das ohnehin nie. Nach beinahe acht Jahren, in denen wir dort gelebt haben, war für uns in vielerlei Hinsicht ein Punkt erreicht, an dem es einfach genug war.
Düsseldorf ist laut, stellenweise überraschend ungepflegt, häufig überfüllt, mitunter ein wenig selbstgefällig – und im Beherrschen von Verkehrschaos nahezu konkurrenzlos. Die Stadt kann fordern, manchmal mehr, als einem lieb ist. Wie oft hat sie mir den Schlaf geraubt, wie oft bin ich an ihr müde geworden.
Und doch: Acht Jahre „Heimat“ lassen sich nicht einfach abschütteln.
Vielleicht war es genau dieses ambivalente Gefühl, das uns dazu brachte, am vergangenen Samstag noch einmal zurückzukehren – für einen ausgedehnten Spaziergang durch vertraute Straßen. Das Wetter zeigte sich erfreulich kooperativ, und ich musste mir eingestehen: Ganz aus meinem Herzen habe ich Düsseldorf nie verbannen können.
Unser Weg führte uns von der „längsten Theke der Welt“ am Rathaus vorbei hinunter zu den Rheinterrassen und weiter in Richtung Medienhafen. Je weiter wir uns vom Trubel entfernten und je mehr wir Landtag und Rheinturm hinter uns ließen, desto spürbarer wurde die Ruhe – ein Umstand, der mir beim Fotografieren sehr entgegenkam.
Im Mittelpunkt dieses Beitrags steht der Medienhafen. Viel erklären möchte ich dazu bewusst nicht: Wer ihn kennt, weiß um seinen Charakter. Wer ihn noch nicht erlebt hat, dem mögen die folgenden Eindrücke als Einladung dienen.
Nur so viel: Der Medienhafen ist einer der am dünnsten besiedelten Stadtteile Düsseldorfs und zugleich ein wirtschaftlich bedeutendes Areal. Zwischen Hotels, Restaurants, Büros und Showrooms entfaltet sich hier eine bemerkenswerte architektonische Vielfalt.
Besonders prägend sind die Gehry-Bauten im Neuen Zollhof, entworfen von Frank Gehry. Ihre unverwechselbare Formsprache macht sie – gemeinsam mit dem im Hintergrund aufragenden Rheinturm – bis heute zu einem der bekanntesten Wahrzeichen dieses Viertels.
Doch wie eingangs erwähnt, sollen heute weniger Worte als vielmehr Bilder sprechen. In diesem Sinne entlasse ich euch mit einigen Impressionen in die kommende Woche.










Keep Shooting!
Lars
